104,87

Der Ludwig-Donau-Main-Kanal musste zwischen Donau und Main mit 100 Schleusen 264 Meter Höhenunterschied bewältigen: 80 m mit 32 Schleusen von Kelheim hinauf zur Scheitelhaltung, 184 m von dort mit 68 weiteren Schleusen hinab nach Bamberg.

Die 34,15 m langen und 4,67 m breiten Schleusen überwanden jeweils eine Höhe von 2,30 bis 3,20 Metern. Eine Kammerfüllung erforderte bis zu 500 m3 Wasser. Zur Wasserersparnis konnte man viele Schleusen mit einem Zwischentor auf 26,2 m verkürzen. Dies reichte für die 24 m langen Regelkähne, während Langholztransporte die Schleusenkammer oft ganz ausfüllten.

Oberhalb der Schleuse 68 befindet sich die ehemalige Lände Worzeldorf - auch als "Hafen" bekannt - mit einem schön restaurierten alten Ladekran.

Schleusenwärter versahen den Schleusendienst. Meist versorgten sie ein bis drei, in Ausnahmen bis zu sechs Schleusen. Sie mussten mit Kurbeln die Schütze (Schieber) für den Zufluss oder zum Ablassen des Wassers bedienen und die schweren Schleusentore aus Eiche aufziehen beziehungsweise schließen. Eine Schleusung dauerte ca. 10-15 Minuten.

Die Wärter waren auch für die Beaufsichtigung und Instandhaltung des Kanals und seiner Anlagen zuständig. Für sie entstanden 69 Schleusenwärterhäuser nach einem variablen Musterplan, der an die jeweilige Geländesituation angepasst werden konnte. Die sie umgebenden Grundstücke konnten die Schleusenwärter für Gemüseanbau und zur Tierhaltung nutzen.

Das ehemalige Schleusenwärterhaus ist durch Umbau fast nicht mehr als solches erkennbar.

Lage

worzeldorf_schleuse68_1.jpgSchleuse 68 in Nürnberg-Worzeldorfworzeldorf_schleuse68_4.jpgSchleusenwärterhaus 66 in Nürnberg-Worzeldorfworzeldorf_schleuse68_3.jpgworzeldorf_schleuse68_5.jpg

Karte

Info-Adresse

Wasserwirtschaftsamt Nürnberg
Allersberger Straße 17/19
90461 Nürnberg
Tel.: 0911 23609-0